Stadt aus Glas: A Coruña / Galicien – Transtour mit AIDAsol – November 2022
A Coruña war der Stopp auf dieser Reise, den ich am wenigsten auf dem Radar hatte – und der mich am meisten überrascht hat.
Über das Video
Der Tag beginnt, wie der letzte geendet hat: stürmisch und mit hohen Wellen. Aber man kann die Küste schon sehen – und nach fast zwei Tagen auf der unruhigen Biscaya laufen wir am Nachmittag endlich in A Coruña ein. Die Stadt empfängt uns mit einem echten Highlight: Beim Einlaufen werden wir von Jose gefilmt, der am Torre de Hércules steht – ich habe also sogar Außenaufnahmen der AIDAsol beim Einlaufen in den Hafen.
A Coruña – ein weniger bekannter Hafen
Mit A Coruña liegt ein Hafen auf unserer Route, der weniger bekannt ist – und das zu Unrecht. Die Stadt hat eine unverwechselbare Silhouette, eine lebhafte Altstadt, hervorragendes Essen und einen der faszinierendsten Leuchttürme der Welt.
Den Beinamen „Stadt aus Glas“ verdankt A Coruña seinen charakteristischen Altbauten entlang der Uferpromenade: Die historischen Stadthäuser haben nahezu vollständig verglaste Erkerfassaden – Galerías genannt – die sich über mehrere Stockwerke erstrecken. Ursprünglich als Schutz vor dem atlantischen Wind und Regen konzipiert, wurden sie zu einem architektonischen Markenzeichen. Von der See aus betrachtet spiegeln diese Glasfassaden das Licht auf eine Weise, die der Stadt ihren Spitznamen eingebracht hat.
Torre de Hércules – der älteste aktive Leuchtturm der Welt
Kein Besuch in A Coruña ohne den Torre de Hércules. Der Leuchtturm am nördlichen Stadtrand ist nicht irgendein Leuchtturm: Er wurde von den Römern im 2. Jahrhundert nach Christus errichtet und ist damit der älteste Leuchtturm der Welt, der bis heute in Betrieb ist. Die äußere Verkleidung stammt aus dem 18. Jahrhundert, der Kern ist original römisch. Seit 2009 steht er auf der UNESCO-Welterbeliste.
Wer die 234 Treppenstufen auf sich nimmt, wird mit einem Rundblick über das offene Atlantikmeer und die Stadtküste belohnt. Bei klarem Wetter sieht man weit hinaus auf den Ozean – und versteht, warum dieser Punkt für Seefahrer über Jahrtausende hinweg von überlebensnotwendiger Bedeutung war.
Abend in der Altstadt
Nach der Freigabe des Schiffs – es ist mittlerweile Abend – laufen wir noch ein gutes Stück in die Stadt rein. Die Altstadt von A Coruña rund um die Plaza de María Pita ist belebt und einladend. Der weitläufige Platz mit dem Rathaus und der Statue der Heldin María Pita – die 1589 die Bevölkerung zur Verteidigung gegen die englische Flotte unter Francis Drake aufrief – ist das Herz der Stadt. Abends ist hier Leben: Tapas-Bars, Restaurants, Einheimische die spazieren gehen.
Galicische Küche lässt sich in A Coruña hervorragend erkunden: Pulpo a la gallega (galizischer Oktopus mit Paprika und Olivenöl), frische Meeresfrüchte und der lokale Albariño-Wein gehören zu den Highlights.
Praktische Infos
Das Schiff liegt direkt im Stadthafen, die Altstadt ist zu Fuß erreichbar. Der Torre de Hércules liegt etwas außerhalb – mit dem Taxi oder einem Ausflug gut erreichbar. Für eine vollständige Erkundung der Stadt reicht ein ganzer Tag kaum aus – aber auch ein halber Tag lohnt sich absolut.
